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Was kostet eine professionelle Website 2026? – Der ehrliche Preisguide
Von WordPress ab 990 € bis Premium-Lösungen: Was eine Website wirklich kostet, welche Faktoren den Preis bestimmen und wo versteckte Kosten lauern.Die Frage kommt in fast jedem Erstgespräch, meistens vorsichtig formuliert, weil niemand gern zugibt, dass er keine Vorstellung hat. Das ist kein Wunder: Wer „Website Kosten" googelt, findet Spannen von 300 bis 50.000 Euro, und alle Zahlen sind irgendwie richtig.
Ich schreibe deshalb auf, was meine Arbeit kostet und warum. Keine Spanne, in der sich alles verstecken lässt – die tatsächlichen Preise, mit denen ich arbeite, und die Gründe für die Unterschiede.
Die Zahl hängt an einer Frage, die vor dem Preis kommt
Bevor man Angebote vergleichen kann, muss klar sein, was die Website überhaupt leisten soll. Eine digitale Visitenkarte für einen Handwerksbetrieb, die Vertrauen stiftet und die Telefonnummer sichtbar macht, ist ein anderes Projekt als ein Shop mit 500 Artikeln, Lagerabgleich und Versandlogik.
Das klingt banal, ist aber genau der Punkt, an dem Angebote unvergleichbar werden. Wenn zwei Dienstleister 1.200 und 6.000 Euro nennen, reden sie in aller Regel nicht über dasselbe Ergebnis.
WordPress, 990 bis 2.490 Euro. Der pragmatische Weg. Sie bekommen ein Design, das auf Telefon, Tablet und Desktop funktioniert, eine saubere SEO-Grundeinrichtung, die rechtlich nötigen Seiten und Kontaktmöglichkeiten – und Sie können Texte und Bilder anschließend selbst pflegen, ohne mich zu fragen. Der Unterschied zwischen 990 und 2.490 Euro ist im Wesentlichen Umfang: Seitenanzahl, wie viel am Design wirklich individuell ist, und ob Funktionen dazukommen, die über den Standard hinausgehen.
Was in dieser Zahl nicht steckt: Hosting zwischen 5 und 30 Euro im Monat, und regelmäßige Updates. WordPress lebt von Erweiterungen, und Erweiterungen von Dritten sind der übliche Weg, auf dem Sicherheitslücken hereinkommen. Das ist kein Argument gegen WordPress – es ist ein Posten, der in die Kalkulation gehört.
Premium mit Next.js, ab 1.490 Euro plus 29 Euro monatlich. Hier wird die Seite individuell entwickelt und läuft auf Infrastruktur, die ich in Deutschland selbst betreibe. Kein öffentliches Login, keine Plugin-Kette, keine Datenbank, die aus dem Netz erreichbar wäre. Angreifbar ist grundsätzlich jede öffentlich erreichbare Anwendung; hier gibt es nur deutlich weniger Wege hinein, weil weniger bewegliche Teile im Spiel sind.
Die monatlichen 29 Euro sind kein reiner Hosting-Posten. Framework, Laufzeitumgebung, Container und Betriebssystem brauchen weiterhin Aktualisierungen – nur mache ich das, und es ist eingepreist. „Wartungsfrei" wäre gelogen. „Sie müssen sich nicht darum kümmern" trifft es.
Shop mit WooCommerce, 1.490 bis 3.990 Euro. Wenn tatsächlich verkauft werden soll, ist WooCommerce auf WordPress-Basis eine erprobte Grundlage. Die Spanne hängt fast vollständig daran, wie viel Sonderlogik nötig ist: Versandregeln, Staffelpreise, Anbindung an eine Warenwirtschaft.
Woran die Unterschiede wirklich hängen
| Faktor | Wirkung auf den Preis |
|---|---|
| Seitenanzahl | Jede eigenständige Seite braucht Gestaltung und Aufbau |
| Individuelles Design | Angepasstes Theme oder Maßanfertigung – der größte einzelne Hebel |
| Funktionen | Formular, Shop, Buchung, Rechner |
| Technisches SEO | Struktur, Ladezeit, Auszeichnung – von Anfang an billiger als nachträglich |
| Inhalte | Texte und Bilder sind Arbeit, gleich wer sie macht |
Der letzte Punkt wird am häufigsten unterschätzt. Ein Angebot ohne Texterstellung ist nicht günstiger – es verschiebt die Arbeit nur auf Sie.
Der teuerste Fehler ist nicht der zu hohe Preis
Drei Muster sehe ich immer wieder, und alle drei kosten mehr, als sie sparen.
Das erste ist die Website für 300 Euro. Sie existiert, sie sieht auf den ersten Blick in Ordnung aus, und sie hat weder eine tragfähige Struktur für Suchmaschinen noch jemanden, der sich zuständig fühlt, wenn etwas nicht mehr funktioniert. Teuer wird daran selten die Seite selbst, sondern der Neuanfang zwei Jahre später.
Das zweite ist die fehlende Vorstellung davon, was nach dem Start passiert. Eine Website ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern etwas, das läuft. Ist Wartung nicht eingeplant, wird sie nicht gemacht – bis sie sich durch einen Ausfall selbst in Erinnerung ruft.
Das dritte ist, SEO als späteren Zusatz zu behandeln. Struktur, Ladezeit und sauberes Markup sind Bestandteil des Baus. Nachträglich eingezogen kostet dasselbe mehrfach.
Drei Vorhaben, einmal durchgerechnet
Spannen helfen beim Einordnen, aber nicht beim Planen. Deshalb drei Beispiele, wie sie mir tatsächlich begegnen. Das sind Rechenbeispiele zur Orientierung und keine Preisliste – Ihr Vorhaben bekommt ein eigenes Angebot.
Handwerksbetrieb, fünf Seiten, WordPress. Startseite, zwei Leistungsseiten, Über uns, Kontakt. Angepasstes Theme statt Maßanfertigung, Texte kommen aus dem Betrieb und werden von mir überarbeitet, Bilder sind vorhanden.
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Umsetzung | 990 € |
| Domain, erstes Jahr | rund 15 € |
| Hosting, 12 Monate | 60 bis 360 € |
| Erstes Jahr gesamt | rund 1.065 bis 1.365 € |
| Ab dem zweiten Jahr | 75 bis 375 € pro Jahr |
Dienstleister mit Anspruch an Tempo, Premium. Individuell entwickelt, acht Seiten, Blog, Kontaktstrecke mit Vorqualifizierung.
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Umsetzung | ab 1.490 € |
| Server, 12 Monate | 348 € |
| Domain, erstes Jahr | rund 15 € |
| Erstes Jahr gesamt | ab rund 1.853 € |
| Ab dem zweiten Jahr | rund 363 € pro Jahr |
Kleiner Shop, WooCommerce. 40 Artikel, zwei Versandregeln, Zahlungsanbindung, kein Warenwirtschaftsabgleich.
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Umsetzung | 1.490 bis 2.400 € |
| Hosting mit Shop-Last, 12 Monate | 180 bis 360 € |
| Domain, erstes Jahr | rund 15 € |
| Erstes Jahr gesamt | rund 1.685 bis 2.775 € |
Was in allen drei Fällen auffällt: Die laufenden Kosten sind der kleinere Teil, aber sie hören nie auf. Wer nur die Umsetzung vergleicht, vergleicht die Hälfte.
Was ein Angebot enthalten muss, damit Sie es vergleichen können
Wenn zwei Angebote weit auseinanderliegen, liegt das selten am Stundensatz. Es liegt daran, dass sie unterschiedliche Dinge beschreiben. Diese sieben Punkte machen Angebote vergleichbar – fehlt einer, fragen Sie nach:
- Seitenanzahl, und zwar benannt statt „ca. 5–7".
- Wer die Texte schreibt. Der teuerste unsichtbare Posten.
- Wer die Bilder liefert und ob Lizenzen enthalten sind.
- Was nach dem Start passiert: Updates, Backups, Ansprechpartner – oder ausdrücklich nichts davon.
- Laufende Kosten, getrennt nach Domain, Hosting und Betreuung.
- Wem der Code und die Zugänge gehören und wie eine Übergabe aussieht.
- Was eine spätere Änderung kostet – Stundensatz oder Pauschale.
Ein Angebot, das zu allen sieben Punkten etwas sagt, darf teurer sein als eines, das schweigt. Das Schweigen wird später berechnet.
Warum Online-Rechner meistens danebenliegen
Es gibt reichlich Website-Kostenrechner, und sie sind als erster Anhaltspunkt in Ordnung. Ihr Problem ist strukturell: Sie fragen ab, was leicht abzufragen ist – Seitenanzahl, Shop ja/nein, Sprachen – und genau das sind nicht die Faktoren, die den Preis bestimmen.
Den größten Ausschlag geben zwei Dinge, die kein Formular erfassen kann. Erstens der Zustand Ihrer Inhalte: Ob Texte und Bilder vorliegen oder erst entstehen müssen, verschiebt ein Projekt leicht um vierstellige Beträge. Zweitens die Zahl der Entscheider. Ein Projekt mit einer Ansprechperson läuft anders als eines, bei dem drei Personen sich über die Startseite einigen müssen – nicht schlechter, aber länger.
Nehmen Sie einen Rechner also für die Größenordnung. Für die Zahl brauchen Sie ein Gespräch.
Womit Sie anfangen sollten
Nehmen Sie das, was Ihr Geschäft jetzt braucht, nicht das, was in drei Jahren vielleicht nötig wird. Ein sauber gemachter WordPress-Auftritt ist einer schlecht umgesetzten Individuallösung in jedem Fall überlegen – und umgekehrt genauso.
Wenn Sie unsicher sind, welche der drei Richtungen zu Ihrem Vorhaben passt: Beschreiben Sie mir kurz, was die Seite leisten soll und welchen Rahmen Sie sich vorstellen. Sie bekommen eine Einschätzung, auch wenn sie lautet, dass ein günstigerer Weg reicht.
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