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31. Mai 2026

DSGVO-konforme Website – Die ultimative Checkliste für Unternehmer

Cookie-Banner, Tracking, Datenschutzerklärung & Hosting: Alles was Ihre Website für DSGVO-Konformität braucht – als praktische Checkliste.
DSGVO-konforme Website – Die ultimative Checkliste für Unternehmer
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gilt seit Mai 2018 für jede Website, die personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeitet. Verstöße können teuer werden: Bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des Jahresumsatzes – je nachdem, was höher ist. Aber keine Panik. Mit dieser Checkliste bringen Sie Ihre Website in Ordnung. Ihre Website muss über HTTPS erreichbar sein. Ohne SSL-Zertifikat werden Formulardaten unverschlüsselt übertragen – ein klarer DSGVO-Verstoß.
  • Prüfen Sie: Zeigt Ihr Browser ein Schloss-Symbol in der Adressleiste?
  • Die meisten Hosting-Anbieter bieten kostenlose SSL-Zertifikate (Let's Encrypt)
Jede Website braucht eine vollständige Datenschutzerklärung, die beschreibt:
  • Welche Daten Sie erheben (z.B. IP-Adressen, Kontaktformular-Daten)
  • Warum Sie diese erheben (Rechtsgrundlage)
  • Wie lange Sie diese speichern
  • Welche Drittanbieter Zugriff haben
  • Die Rechte der Betroffenen (Auskunft, Löschung, Widerspruch)
Tipp: Nutzen Sie einen Generator wie den von eRecht24 oder der Kanzlei Siebert Lexow, aber lassen Sie das Ergebnis von einem Anwalt prüfen. Cookies dürfen nicht ohne vorherige Einwilligung gesetzt werden (außer technisch notwendige). Ihr Cookie-Banner muss:
  • Vor dem Setzen von Cookies erscheinen
  • Eine echte Wahl bieten (nicht nur „Akzeptieren")
  • „Ablehnen" genauso leicht zugänglich machen wie „Akzeptieren"
  • Detaillierte Einstellungen ermöglichen
  • Die Einwilligung dokumentieren
Ein häufiger Abmahngrund: Google Fonts über die Google-CDN laden überträgt die IP-Adresse des Besuchers an Google-Server in den USA. Lösung: Fonts lokal auf Ihrem Server hosten. Wenn Sie ein Kontaktformular haben:
  • Informieren Sie über die Datenverarbeitung direkt am Formular
  • Verlinken Sie die Datenschutzerklärung
  • Speichern Sie nur die nötigen Daten
  • Löschen Sie Anfragen nach angemessener Zeit
Google Analytics ist DSGVO-problematisch, weil Daten in die USA fließen. Alternativen: | Tool | Server-Standort | Cookie-frei | Preis | |------|----------------|-------------|-------| | Umami | Selbst gehostet (DE) | Ja | Kostenlos | | Plausible | EU | Ja | Ab 9 €/mtl. | | Matomo | Selbst gehostet (DE) | Optional | Kostenlos | | Google Analytics | USA | Nein | Kostenlos | Wichtig: Auch datenschutzfreundliche Tools sollten erst nach Einwilligung geladen werden. Kein DSGVO-Thema, aber Pflicht nach § 5 TMG. Jede geschäftliche Website braucht ein vollständiges Impressum mit Name, Adresse und Kontaktdaten. Es muss von jeder Seite aus mit maximal zwei Klicks erreichbar sein. Für jeden Drittanbieter, der personenbezogene Daten verarbeitet, brauchen Sie einen AVV:
  • Hosting-Anbieter
  • E-Mail-Marketing-Tools
  • Analytics-Dienste
  • Cloud-Speicher
  • CRM-Systeme
Jede externe Ressource, die geladen wird, überträgt die IP-Adresse des Besuchers. Prüfen Sie:
  • Google Maps → Erst nach Klick laden
  • YouTube-Videos → Erweiterten Datenschutzmodus nutzen
  • Social-Media-Buttons → Shariff-Lösung oder statische Links
  • CDN-Dienste → Auf EU-Server achten
Ideal: Server in Deutschland oder der EU. Wenn Daten in die USA übertragen werden, brauchen Sie zusätzliche Schutzmaßnahmen (EU-US Data Privacy Framework) und müssen dies in der Datenschutzerklärung angeben. Sie müssen Daten löschen können, wenn Betroffene dies verlangen. Haben Sie einen Prozess dafür?
  • Kontaktformular-Daten nach Bearbeitung löschen
  • Newsletter-Abmeldung einfach ermöglichen
  • Alte Backup-Daten regelmäßig bereinigen
Ab einer gewissen Größe (oder wenn Sie regelmäßig personenbezogene Daten verarbeiten) müssen Sie ein Verzeichnis führen, das alle Datenverarbeitungen dokumentiert.
  • Google Fonts extern laden – Abmahnwelle 2022 hat viele kalt erwischt
  • Cookie-Banner ohne echte Wahl – „Nur Akzeptieren" ist kein Consent
  • Veraltete Datenschutzerklärung – Muss zu den tatsächlich eingesetzten Tools passen
  • Kontaktformular ohne Hinweis – Datenverarbeitungsinfo fehlt
  • Analytics ohne Einwilligung – Tracking vor Cookie-Consent ist illegal
Bei einer Premium-Lösung (Next.js auf eigener Infrastruktur) sind viele DSGVO-Probleme gar nicht erst vorhanden:
  • Keine Google Fonts – Fonts lokal eingebunden
  • Keine Drittanbieter-Plugins – Kein unkontrollierter Datenabfluss
  • Server in Deutschland – Daten verlassen die EU nicht
  • Privacy-First Analytics – Umami statt Google Analytics
DSGVO-Konformität ist keine einmalige Aufgabe, sondern ein laufender Prozess. Aber: Die Grundlagen sind überschaubar, und eine sauber aufgesetzte Website von Anfang an spart Ihnen Ärger und Anwaltskosten.
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